Werkgruppe

Reagenzobjekt

Objekt, Papierarbeit

1991
<em>Reagenzobjekt</em> (29.20), 1991, Montageplan, Detail
Reagenzobjekt (29.20), 1991, Montageplan, Detail

Die Installation Reagenzobjekt aus dem Jahr 1991 umfasst 60 Reagenzgläser, die mit Paraffin und Kasslerbraun gefüllt sind. Paraffin ist eine Abwandlung von Braunkohle, also ein chemisches Derivat und damit wie das Kasslerbraun ein Erzeugnis, das aus Braunkohle gewonnen wird.
Durch die Schichtung der beiden Stoffe in jeweils verschiedenen Abständen sowie die strenge Hängung der Gläser nebeneinander entsteht der Eindruck eines rhythmischen Hin und Her von Hell und Dunkel respektive verschiedener Weiß- und Brauntöne. Die Assoziation, dass es sich um Töne, Musik und demnach um eine Partitur handeln könnte, war von Anfang an Intention der Künstlerin:
„Anfangs experimentierte ich mit den Reagenzgläsern, um technische Probleme zu lösen. Probleme waren zum Beispiel, dass sich die einzelnen Komponenten vermischten, oder dass das flüssige Wachs an den Glaswänden beim Einfüllen Spritzer hinterlassen hat. Parallel zu diesen Experimenten habe ich das Objekt anhand von Skizzen immer weiterentwickelt. Im Laufe der Zeit entstanden viele verschieden gefüllte Reagenzgläser, aus denen ich dann bestimmte ausgesucht und zu einer Partitur zusammengefügt habe.“1
Weyermann beschäftigte sich während der Arbeit an Reagenzobjekt mit experimentellen Partituren, wie beispielsweise denen von John Cage. Eine zweite Referenz sind die Bilder von DNA-Analysen, die Methoden der Sequenzierung, Analyse und Manipulation umfassen.

1 Zit. n. Weyermann, Maja: „Telefonisches Gespräch mit Maja Weyermann, 14.11.2013 “, aus:, Hochschule der Künste Bern (Hrsg.), Untersuchungs- und Konservierungsdokumentation, Bern 2013, S. 24.

Kunstwerke (3) der Werkgruppe

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