Werkgruppe

Wachs

Gemälde

1994 – 1996
Museumsakademie, Berlin, Apollo 1, 1996, Ausstellungsansicht

Die Wachsbilder sind Wachsmalereien mit Farbpigmenten, die auf vorwiegend quadratische, 0,5 bis 5 cm dicke Holzplatten aufgetragen wurden. Im Ausstellungskontext präsentierte Weyermann die Bilder in mehrteiligen Serien. Nebeneinanderhängend erinnern die Arbeiten an die Serialität der Stacks (1967) von Donald Judd, wenden sich aber gleichzeitig von deren monotoner, industriell gefertigter Produktaffinität ab. Die antike Maltechnik der Enkaustik lässt den Pinselduktus, die Rakelspuren, eingeschlossene Pinselhaare, Ein- und Auskratzungen sowie Farbschichtungen sichtbar hervortreten und auf diese Weise den Herstellungsprozess erkennen. Die verschiedenen Stufen der Übermalung und das Durchscheinen früherer Malschichten wecken Assoziationen an einen ikonoklastischen Akt, der das in Enkaustik gefertigte Heiligenbild zu überdecken und sich davon zu befreien sucht.

Kunstwerke (102) der Werkgruppe

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