Werkgruppe

Luxus Bar

Rendering (CGI)

2002
Luxus I (40.1), 2002, Detail

Die Serie der Luxus-Bilder umfasst sieben Renderings, die alle einen von der Künstlerin sehr geschätzten Ort in Berlin-Prenzlauer Berg zeigen: die Bar Luxus.
Zu sehen ist jeweils der Innenraum der Bar mit Theke, Barhockern, Fenstern bis zum Boden, Belüftungsanlage, gemusterten Kacheln und Boden mit Schachbrettoptik. Das einzige Hochformat der Serie Luxus I ist eine Nachtszene. Eine leuchtende Neonröhre, die den Namen der Bar formt, erscheint spiegelverkehrt auf der schräg angeschnittenen Spiegelfläche im Bildhintergrund. Gleichzeitig spiegelt sich der gekachelte Barraum mit Theke und Durchgang auf der Fläche. Aus dem linken Bildvordergrund ragt der Tresen mit Spirituosen in den Bildraum. Die Anlage als Hochformat verstärkt den Eindruck, dass es sich bei der Barszene um ein fotografisches Hochformat handelt.
Aus der immer gleichen statischen Perspektive sind hingegen die verbleibenden sechs Luxus II-Bilder der Serie angelegt. Die Theke mit Barhockern und Regal, auf dem die Spirituosen stehen, erscheint mal auf der rechten Seite (Luxus II #2), dann auf der linken (Luxus II #5), dann ist der Barraum vollkommen leer (Luxus II #4). In einem weiteren Szenario stehen die Hocker mehr oder weniger sichtbar, da einige von ihnen verschwommen oder im Begriff sind zu verschwinden, über den ganzen Raum verteilt (Luxus II und Luxus II #3). Die Serie der Luxus II-Bilder hat in ihrer Serialität und Bewegung starke Ähnlichkeit mit dem bewegten Filmbild und wirkt darüber hinaus wie eine doppelt belichtete Sequenz, denn irgendwie passt einiges nicht zusammen und widersetzt sich der menschlichen Logik. „Elemente tauchen auf und verschwinden, mal dreht sich der ganze Raum, mal ist er leer oder verschwommen. In einem Bild verbleichen Teile des Raumes wie ein Nachbild, wie ein von der Sonne ausgebranntes Zeichen auf der Netzhaut?“1, formuliert es die Künstlerin. Von den Momenten, an denen man mit Logik und erlerntem Wissen, das auch unser Sehen strukturiert und leitet, nicht weiterkommt, da „löst sich die Welt in unserem Kopf in eine horizonthafte Unbestimmtheit auf, genau von diesen Momenten handelt die Sequenz Luxus II2.

1, 2 Zit. n. Weyermann, Maja: Text aus dem Nachlass, 2002.

Kunstwerke (7) der Werkgruppe

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